12 Anregungen, um Japans Natur zu erleben

Wenn wir in Japan denken, denken wir gleich nach den Neonmetropolen in Hochglanz ans Meer, an blaue Bergketten, an Mooskissen und roten Ahorn. Kommen Sie mit auf einen Ausflug in Japans vielfältige Natur!

1. In den heißen Onsen-Quellen baden

In einer heiße Quelle zu entspannen, ist wohl die direkteste Art, in Berührung mit Japans Natur zu kommen. Das Wasser wird durch vulkanische Aktivitäten aufgeheizt und hat meist eine Temperatur um 40° C. Gebadet wird nackt, nachdem man sich gründlich gewaschen hat. Viele traditionelle Ryokan-Hotels verfügen über nach Geschlecht getrennte Gemeinschaftsbäder, die gehobeneren bieten jedem Zimmer ein eigenes Onsen-Bad. Manchmal baden Sie drinnen, manchmal unter freiem Himmel. Ich berate Sie gerne, welche traditionellen Ryokan-Hotels die schönsten Bäder bieten!

Aus dem Onsen auf den See schauen - die japanische Spielart des Infinity Pools. © JNTO
Aus dem Onsen auf den See schauen – die japanische Spielart des Infinity Pools. © JNTO / Japanische Fremdenverkehrszentrale

2. Liegt die Hölle in Japan? Thermalquellen und Sandbäder

Mit Temperaturen über der Schmerzgrenze sollten Sie hier trotz der verlockend schönen Farben keine Badeversuche unternehmen. Auf Japanisch heißen diese heißen Quellen jigoku, Hölle. Die Farben entstehen in Gegenden mit unterirdischer Vulkanaktivität durch Gesteinsauswaschungen. Es gibt aber andere Möglichkeiten, auf Tuchfühlung mit diesen (zu) heißen Quellen zu gehen: Genießen Sie ein Bad in Sand, der ebenfalls durch die Geothermie gewärmt wurde, oder die über den Quellen gedämpften Meeresfrüchte, Gemüse und Eier.

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„Meeres-Hölle“ in Beppu auf Kyushu. © Fredrik Rubensson / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0
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Der schwarze Vulkansand wärmt sehr angenehm – auch in Beppu. © Thilo Hilberer / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

3. Das japanischste aller Naturerlebnisse: Den Fuji besteigen

„Dumm, wer ihn kein Mal besteigt – dumm, wer ihn ein zweites Mal besteigt“, so das japanische Sprichwort zum Nationalberg Fujisan, auch Mount Fuji oder Fujiyama genannt. Die Aufstiegssaison dauert von Juli bis September. Auf jeden Fall sollten Sie sich gut vorbereiten. Ich berate Sie gerne, wie Sie den Fuji erreichen, was Sie mitnehmen sollten und welche Routen es gibt. Ich reserviere Ihnen auch eine Berghütte, falls Sie eine Übernachtung einplanen, um den grandiosen Sonnenaufgang auf Japans Nationalsymbol zu erleben.

Aus der Ferne ist der Fujisan auch spektakulär. © skyseeker / flickr
Aus der Ferne ist der Fujisan auch spektakulär. © skyseeker / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

3. Bergsteigen in Japan, zu Fuß oder mit der Seilbahn

Zum Glück hat Japan auch noch jede Menge andere Berge zu bieten, deren Besteigung nicht ganz so anstrengend ist wie die des Fuji. Entlang Ihrer Reiseroute finden wir auf jeden Fall immer einen schönen Bergausflug für Sie!

In Stadtnähe gibt es viele Möglichkeiten, mit Seilbahnen auf die jeweiligen Hausberge zu fahren. Cliffano Subagio
Einfachste Variante: Auch in Stadtnähe gibt es viele Möglichkeiten, mit Seilbahnen auf die jeweiligen Hausberge zu fahren. © Cliffano Subagio / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

4. Mit dem Fahrrad Japans Natur erkunden

Sie müssen nicht gleich von Tokyo nach Kyoto fahren (auch wenn das eine sehr schöne Tour für den Frühling ist und Sie wunderbar in Tempeln übernachten können – einer meiner persönlichen Japanpläne für die Zukunft!). Viele Städte bieten Tages-Mietservices für Räder an – besonders schön ist so eine Tour zu Kirschblüte oder Herbstlaubfärbung. Ich berate Sie gerne, wo und wie Sie Fahrräder mieten können und welche Routen sich lohnen.

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Von Tokyo aus 120 Minuten entfernt: Eine Radtour um den Okutama-Stausee in den Bergen. © hiroaki maeda / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

5. Naturparks in Japan

Japan bietet Ihnen mehrere, übers ganz Land verteilte Naturparks. Dort können Sie Wanderungen unternehmen, Vögel und andere Tiere beobachten, aber auch auf die Seen fahren. Ich lasse Ihnen gerne eine Liste zukommen und berate Sie zu Besuchsmöglichkeiten.

In einigen Parks, besonders in Feuchtgebieten, laufen die Besucher zum Schutz der Natur auf solchen Holzgängen. © Sendai Blog / flickr
In einigen Parks, besonders in Feuchtgebieten, laufen die Besucher zum Schutz der Natur auf solchen Holzgängen – hier in Shiretoko. © Sendai Blog / flickr Creative Commons-Lizenz CC BY 2.0

6. Tiere beobachten in Japan: Serau, Flughörnchen, Wale

Nicht nur die Flora, auch die Fauna Japans hat ihre Eigenheiten hervorgebracht. Zusammen mit Rangern von Naturschutzvereinen können Sie die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld beobachten: Vom Schiff aus sehen Sie Wale, Delfine und Schildkröten, beim Nachtspaziergang Flughörnchen. Die Ranger kennen sich so gut aus, dass sie eine über 90%ige Wahrscheinlichkeit garantieren, die Tiere zu sehen – sogar den scheuen Serau. Ich bringen Sie gerne mit den Vereinen in Verbindung!

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Hallo, kleiner Serau! Der Hornträger erinnert an eine Ziege. © Mr Hicks46 / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

7. Wandern und Einkehr auf Japans Pilgerweg Kumano Kodo

Neben dem Jakobsweg gehört auch der über tausend Jahre alte Kumano Kodo zum Weltkulturerbe. Er befindet sich auf der Kii-Halbinsel etwa 150 km südwestlich von Kyoto. Ausgedehnte Waldpfade führen vorbei an Wasserfällen und Tempeln – dort können Sie auch übernachten und an Meditationen teilnehmen.

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Der Tempel Seigantoji und der Nachi-Wasserfall auf dem Kumano Kodo-Pilgerweg. © Big Ben in Japan / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

8. Vulkane: Zurück zu Japans Ursprüngen

Viele von Japans Vulkanen können Sie besteigen – zumindest bis zu bestimmten Stellen. Ein gewisser Nervenkitzel klettert natürlich mit… Hier zeigt sich Japan aber von seiner kargen, unwirtlichen Seite. Ein sehr spannender Vergleich mit der sonst so prachtvollen Natur! Die westlichste Hauptinsel Kyushu bietet die meisten Vulkane – unter anderem den Sakurajima, der nach mehreren Ausbrüchen langsam mit der gegenüberliegenden Bucht verschmilzt. Ihn können Sie von der Stadt Kagoshima aus des Öfteren rauchen sehen.

Kratersee in der Caldera des Mount Aso, eines des aktivsten Vulkane Japans. © TANAKA Juuyoh (田中十洋) / flickr
Kratersee in der Caldera des Mount Aso, eines des aktivsten Vulkane Japans. © TANAKA Juuyoh (田中十洋) / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

9. Schnee auf Hokkaido: Nordinsel im weißen Kleid

Auf Japans nördlichster Hauptinsel fällt mindestens vier Monate im Jahr Schnee. Hier können Sie Ski oder Schlitten fahren – oder aus dem heißen Onsen in die verschneite Umgebung schauen! Die Natur ist hier sehr weitläufig, die Insel nicht so dicht bewohnt wie andere Teile Japans. Im Sommer ist es hier kühler als im Rest Japans – eine gute Zeit, um zum Beispiel den Shiretoko-Nationalpark zu besuchen.

Aussicht vom Niseko Grand Hirafu Resort. © MIKI Yoshihito / flickr
Aussicht vom Niseko Grand Hirafu Resort. © MIKI Yoshihito / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

10. Tropische Sandstrände und Korallenriffe auf Okinawa

Sonnencreme-Alarm! Okinawas subtropisches Klima garantiert auch im Winter schöne Wärme. Ein bisschen erinnert die Inselkette in Japans Süden an Hawaii, auch vermischt sich hier die japanische Kultur mit der traditionellen Ryukyu-Tradition. Auch die Natur bietet hier ganz eigene Reize: Vom perfekten Sandstrand über Urwälder mit endemischen Waldkatzen bis hin zu Korallenriffen. Hier lohnt sich ein örtlicher Guide, den ich Ihnen gerne empfehle. Okinawas Charme bietet Ihnen einen wunderbaren Ausgleich, wenn Sie die ganzen Eindrücke aus den japanischen Großstädten verarbeiten wollen.

Die Bucht von Kabira verbindet Urwälder und Sandstrände. Die Boote, die Sie hier sehen, haben Glasböden. © Kzaral / flickr
Die Bucht von Kabira verbindet Urwälder und Sandstrände. Die Boote, die Sie hier sehen, haben Glasböden. © Kzaral / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

11. Mooswälder auf Kyushu: Reise ins Land von Prinzessin Mononoke

Yakushima ist eine kleine Insel vor Kyushus Küste, die Sie mit der Fähre oder dem Flugzeug erreichen. Fast die Hälfte der Insel wird vom Nationalpark eingenommen. Hier wachsen tausendjährige Sicheltannen, die yaku-sugi, und vor allem: Moos. Diese unwirkliche Szenerie inspirierte die Darstellung des Waldes im Film Prinzessin Mononoke des japanischen Animationsstudios Ghibli.

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Wandern Sie mit einem Guide oder einen guten Karte durch Yakushimas Mooswälder. © David Stanley / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0
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Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt für einen prächtigen Mooswuchs. © JoshBerglund19 / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0

12. Camping in Japan: Schön für Familien und Backpacker

Camping ist in Japan durchaus beliebt, es gibt landesweit etwa 3000 Campingplätze. Die zugehörigen Anlagen sind allgemein sehr sauber und sicher. Diese Variante lohnt sich besonders, wenn Sie mit einem Leihwagen unterwegs sind und auch die eher abgelegenen Plätze erreichen können. Ich lasse Ihnen gerne eine Liste der Campingplätze zukommen und erkläre Ihnen, woher Sie die Ausrüstung bekommen.

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Mit Blick auf den Fuji unter freiem Himmel aufwachen – was kann es schöneres geben? © ajari / flickrCreative Commons-Lizenz CC BY 2.0